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Karl Herbert.

Der einfache Weg ist nicht immer der beste. Dieses Credo zieht sich wie ein roter Faden durch das Leben des Theologen Karl Herbert. 1907 in Frankfurt geboren, entscheidet er sich nach seinem Theologiestudium und der Ordination gegen den Dienst in einer großen Stadtgemeinde. Stattdessen tritt er seine erste Pfarrstelle 1932 im hessischen Hinterland an: in Oberhörlen.

Nach der Machtergreifung der Nazis wird Karl Herbert zunächst Mitglied bei den regimetreuen „Deutschen Christen“ – „um zu retten, was zu retten ist“, wie er später sagt. Als die in ihrer „Sportpalastkundgebung“ jedoch die Abkehr des Christentums von dessen jüdischen Wurzeln fordern, wählt Karl Herbert den riskanteren Weg: Er verlässt die „Deutschen Christen“ und schließt sich der kritischen „Bekennenden Kirche“ an, für die er 1935 unter anderem die erste Kreisbekenntnissynode des Gladenbacher und Biedenköpfer Dekanats organisiert. Außerdem arbeitet er seit 1935 im neu zusammengesetzten Landesbruderrat mit, einem Gremium der Bekennenden Kirche.

1940 wird Karl Herbert in die Wehrmacht eingezogen. Er überlebt den Krieg und kehrt 1945 als Pfarrer nach Oberhörlen zurück. Vier Jahre später wird er Propst der Propstei Nord-Nassau und bleibt bis 1965 in diesem Amt. Von 1965 bis 1973 ist er der Stellvertretende Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, und ab 1974 hat er einen Lehrauftrag zu Zeitgeschichte an der Universität Mainz, den er bis kurz vor seinem Tod im Jahr 1995 behält.

Karl Herberts Schaffen umfasst Bücher und Aufsätze, die sich unter anderem der Rolle der Kirche währen der Zeit des Nationalsozialismus’ und der Geschichte der EKHN widmen. Er gehört zu den Verfassern der Kirchenordnung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und hat beim Neuaufbau der EKHN nach dem Zweiten Weltkrieg entscheidend mitgewirkt. Besonders lagen ihm die Mission und die Ökumene sowie der Kontakt zu den Kirchen Osteuropas am Herzen. Außerdem wirkt er bei der „Leuenberger Konkordie“ mit: Dieser 1973 gefasste Beschluss ist das Gründungsdokument der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa.

Karl Herbert ist Träger der Ehrendoktorwürde der Universität Mainz und des Großen Verdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland.

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Vita Karl Herbert

Geboren am 14. Juli 1907 in Frankfurt am Main,

gestorben am 2. August 1995 in Alsbach/Bergstraße.

1925: Abitur am Lessinggymnasium in Frankfurt.

1931: Hochzeit mit Hildegard Schiefelbein

1932: Pfarrer in Oberhörlen/Hessen.

1933: Mitglied der Deutschen Christen

1934: Austritt bei den Deutschen Christen nach deren „Sportpalastkundgebung“. Karl Herbert schließt sich zunächst dem Pfarrernotbund und dann der Bekennenden Kirche an.

1940: Karl Herbert wird zur Wehrmacht eingezogen

1945: Rückkehr nach Oberhörlen

1949: Wahl zum Propst der Propstei Nord-Nassau

1965 bis 1973: Stellvertretender Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau

1972: Verleihung der Ehrendoktorwürde der Universität Mainz

1973: Auszeichnung mit dem Großen Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland

1973: Mitwirkung an der Leuenberger Konkordie, die die Kirchengemeinschaft der europäischen Evangelischen Kirchen ermöglicht.

1974 bis 1994: Lehrauftrag für Zeitgeschichte an der Universität Mainz


Außerdem:

- Zahlreiche Veröffentlichungen, unter anderem zur Rolle der EKHN während der Zeit des Nationalsozialismus’,

- Mitverfasser der Kirchenordnung der EKHN, Mitgestalter des Neuaufbaus der EKHN nach dem Zweiten Weltkrieg,

- Großes Engagement für die Mission und Ökumene,

- Enge Kontakte zu den Kirchen Osteuropas.

 

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