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Cicero oder Paulus

Auf Grund der Übereinstimmung aller Völker halten wir dafür, dass die Seelen weiterleben. (Marcus Tullius Cicero)

Nun aber ist Christus auferstanden von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen sind. Denn wie sie in Adam alle sterben, so werden sie in Christus alle lebendig gemacht werden. (1., Kor 15, 20.22.)


Ein größerer Gegensatz als der zwischen den beiden Sätzen oben ist kaum denkbar. Cicero (gest. 43 v. Chr.), der römische Denker und Politiker, übernimmt die Vorstellung der griechischen Philosophen, dass die Seele von Natur aus unsterblich ist. Als Begründung führt er den - angeblichen – Konsens aller Völker an.

Im typischen Hochmut der griechisch - römischen Zivilisation nimmt er dabei abweichende Meinungen anderer Religionen und Kulturen überhaupt nicht zur Kenntnis. Auch die Juden sind für ihn nur Barbaren.

Denn in deren heiliger Schrift, in unserem Alten Testament, aber auch im Neuen, lesen wir nichts von der Unsterblichkeit der Seelen. Für die Bibel ist der Mensch – der ganze Mensch mit Leib und Seele - sterblich. Dafür steht bei Paulus der Name Adam. Adam ist aus Erde gemacht und wird wieder zu Erde werden.

Unsterblichkeit erlangt der Mensch allein durch die Auferstehung, genauer gesagt durch die Auferweckung durch Gott. Dabei ist Christus der Erste gewesen. Erst durch ihn und durch sein Werk der Erlösung ist es dem Menschen möglich, ewig zu leben.

An diesem einen Punkt, der Auferstehung Jesu Christi von den Toten hängt der ganze christliche Glaube, ebenso wie unsere Hoffnung für die Verstorbenen. „Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsere Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich“, schreibt Paulus (1. Kor 15, 14).

So verlassen wir uns also nicht auf die vorgebliche Mehrheitsmeinung, wie sie etwa durch Cicero repräsentiert wird, oder auf die Gedankenschärfe der griechischen Philosophie, sondern auf das Lebenszeugnis Jesu Christi und auf die Treue Gottes, der uns, wie ihn zuvor an jenem ersten Ostertag, von den Toten auferwecken wird.

Von Dekan Dr. Axel Wengenroth

 

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