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Augenblick mal - Was Max besser kann als sein Herrchen

Im Urlaub hat mein Hund eine Spur gewittert und ist losgelaufen. Ich hatte Angst, dass er sich in den sumpfigen Wäldern Nordenglands verläuft oder ihm etwas geschieht. Ich rannte ihm hastig hinterher und landete plötzlich in einem 1,30 Meter tiefen Schlammloch. Während ich mich mühsam befreite, war „Max“ längst wieder bei meiner Frau auf dem Waldweg und wirkte sehr zufrieden.
Mein Hund folgte einer klaren Spur. Ich dagegen stürmte unruhig und völlig kopflos durch den Wald.
Neue Wege ausprobieren und zuzulassen ist bereichernd und notwendig – aber eben nicht angsterfüllt und planlos, sondern einer Spur folgend. Es erweitert unseren Horizont und lässt uns wertvolle Erfahrungen machen.
Wir befinden uns im Übergang der beiden Dekanate Bad Marienberg und Selters zum neuen „Evangelischen Dekanat Westerwald“. Wir machen uns auf einen neuen Weg und folgen dabei Spuren, die in den bisherigen Dekanaten gelegt worden sind. Manche Menschen sind skeptisch, erwarten nichts Positives von diesem Weg und befürchten, dass alles in einem Schlammloch endet. Diese Skepsis und Sorgen sind normal für einen Aufbruch. Aber ich bin davon überzeugt, dass wir als evangelische Christen den Aufbruch wagen müssen, uns in der Welt neu aufstellen und unseren Glauben neu leben müssen. Und dass wir wieder auf Spuren-Suche gehen sollten: Was macht uns als Christinnen und Christen aus? Was will Gott von uns in dieser Welt? Was braucht sie von uns?
Es gibt viele Vorbilder für diesen Aufbruch. Natürlich Martin Luther: Er empfand Teile des Alten als lähmend und einengend. Und er folgte einer klaren Spur: der Suche nach dem gnädigen Gott. Luther und andere hatten verstanden, dass bestimmte Veränderungen unbedingt notwendig waren. Wer verantwortlich lebt, der muss für diese Veränderungen offen sein; bereit sein, sich weiter zu entwickeln, Wagnisse einzugehen und unbekannte Wege einzuschlagen.
Auch Jesus Christus ist einer Spur gefolgt, die vom alten in den neuen Bund führte. Diese Spur war die Liebe Gottes zu den Menschen, die sich nicht mit Vorschriften und Gesetzen begnügt. Sie zeigt sich in Begegnungen, durch die Menschen berührt, verändert und gestärkt werden.

Wenn wir dieser Spur der Liebe Gottes folgen, landen wir nicht in Schlammlöchern.

Wolfgang Weik, Dekan des Evangelischen Dekanats Selters

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