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Lichtmess

„Sonnt sich der Dachs in der Lichtmess-Woch´ kriecht er noch sechs Wochen in sein Loch“, sagt eine alte Bauernregel. Die Tage sind spürbar länger geworden, wenn uns auch der Winter immer noch in seinem eisigen Griff hat. So war Lichtmess oft ein Anlass, schon einmal einen Blick auf den nahenden Frühling zu werfen und zugleich der Beginn des Bauernjahres.

Die christlichen Kirchen freilich gedenken heute der „Darstellung Jesu im Tempel“, bei der Josef für seinen jetzt vierzig Tage alten Sohn das vorgeschriebene Opfer im Tempel darbrachte. Weil der greise Simeon bei dieser Gelegenheit Jesus als das „Licht zur Erleuchtung der Heiden“ bezeichnet hat, wurden früher beim Gottesdienst extra für diesen Zweck geweihte Kerzen entzündet, daher der Name „Lichtmess“. In vielen Häusern wurden erst am 2. Februar Krippe und Weihnachtsbaum weggeräumt.

In diesem Jahr allerdings bekommt der Anlass besondere Aktualität. Denn die „Darstellung des Herrn“ erinnert auch daran, dass Jesus Jude war, und zeit seines Lebens das jüdische Gesetz befolgt hat.

Angesichts der wüsten Beschimpfungen und Bedrohungen, der sich die ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland Charlotte Knobloch Ende Januar nach ihrer Rede im bayerischen Landtag ausgesetzt sah, muss gerade auch an diesem Tag festgehalten werden, dass jede Form des Antisemitismus mit dem christlichen Glauben unvereinbar ist. Das Bekenntnis zu Jesus Christus schließt das Bekenntnis zur bleibenden Erwählung der Juden ein, betont der Grundartikel der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Egal ob religiös, kulturell oder politisch motiviert, ist der Antisemitismus eine unmenschliche Geisteshaltung, der Christen bei jeder sich bietenden Gelegenheit entgegen zu treten haben. Denn Christus ist nicht nur „ein Licht zur Erleuchtung der Heiden“, sondern auch „zum Preis deines Volkes Israel“ (Evangelium nach Lukas, 2. Kapitel)

Dekan Dr. Axel Wengenroth

 

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