Nach der Begrüßung eröffnete Dekan Dr. Axel Wengenroth im rustikalen Ambiente des „Alten Brauhauses“ den Abend mit einer „Reinheitsgebotsandacht“ zum biblischen Gleichnis vom Barmherzigen Samariter. Dabei wurde das Reinheitsgebot nicht nur erklärt, sondern kurzerhand praktisch vorgeführt: Mit Bier und Wasser machte Dekan Wengenroth deutlich, was es mit dem berühmten Gebot auf sich hat. Anschließend konnten sich die Gäste bei Kartoffelsuppe, einer veganen Suppenvariante sowie einem erfrischenden Bier und anderen Getränken stärken und miteinander ins Gespräch kommen.
Westerwälder Sagen und Klaviermusik sorgen für Atmosphäre
Für einen kulturellen Akzent, ganz im Stil des Mottos „Westerwälder Abend“, sorgte ein Potpourri aus Westerwälder Sagen, pointiert vorgetragen von Pfarrer Carsten Schmitt und gekonnt untermalt von Pianist Peter Bongard. Die Anwesenden lauschten dabei nicht nur der weithin bekannten Geschichte des berühmten Westerburger Petermännchens; auch eher weniger bekannte Geschichten, wie um die Herkunft des Ortsnamens Liebenscheid, den Schatz von Grenzau und den Ritter der Marienburg trug Carsten Schmidt nach Märchenerzähler-Manier im Polstersessel und im schummrigen Dämmerlicht mit ausdrucksstarker Stimme vor. Peter Bongard begleitete die Geschichten am Klavier, bisweilen ganz à la Stummfilmpianist, und verlieh den Sagen damit eine ganz eigene Atmosphäre.
Zeit für den Austausch und Kulinarisches
Vor allem aber blieb an diesem Abend viel Zeit für das, was im Ehrenamt oft zu kurz kommt: miteinander reden, sich kennenlernen, Erfahrungen austauschen und bei Bedarf auch für einen Suppennachschlag oder Getränkenachschub. Zum Abschluss konnten die Anwesenden kleine Geschenke mit nach Hause nehmen, wie Blöcke, Bleistifte und Traubenzuckerpäckchen sowie lila Schlüsselketten und Mehrzwecktaschen mit dem Facettenkreuz der Landeskirche. Möglich wurde die Einladung des Evangelischen Dekanats Westerwald durch die finanzielle Unterstützung der Ehrenamtsakademie der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN).