Von 11 bis 15 Uhr haben die BesucherInnen Gelegenheit, Demokratie neu kennen und schätzen zu lernen – und miteinander statt übereinander zu reden.
In Westerburg wird die Aktion „Wahltour – Gemeinsam für die Demokratie“ von der Regionalen Diakonie Westerwald Rhein-Lahn unterstützt. Vor Ort koordinieren die Diakonie-MitarbeiterInnen Karin Klein und Kai Zander das Projekt. Sie tun das im Rahmen des Projektes „mitWIRken“, der die Stärkung der Demokratie zum Ziel hat. „Die Veranstaltung hat besonders die ErstwählerInnen im Blick und will zur Stimmabgabe motivieren“, sagt Kai Zander und freut sich, dass am 10. März der gesamte Marktplatz im Zeichen der Aktion steht: „Es gibt viele Stände und Mitmachaktionen. Herzstücke des Tages sind der Demokratiestand des rheinland-pfälzischen Landtags und der ,Wahl-O-Mat‘ zum Aufkleben‘ zur Landtagswahl 2026.“ Diese analoge Variante des Wahl-O-Mats lädt ein, sich anhand 38 Thesen mit politischen und gesellschaftlichen Themen auseinanderzusetzen und die eigene Meinung mit der der Parteien zu vergleichen.
Austauschen statt poltern
Am Demokratiestand des Landtags erwartet die Besucherinnen und Besucher ein vielfältiges Angebot an Informationen, interaktiven Aktionen und spannenden Einblicken rund um das Landesparlament und die Landtagswahl. Der Stand ermutigt, sich über die Demokratie auszutauschen, Fragen zu stellen und mehr über die Arbeit des Landtags, der Abgeordneten und über die Landtagswahl zu erfahren.
Darüber hinaus unterstützen die katholische sowie die evangelische Kirche, die Freie Evangelische Gemeinde Westerburg, die Ahmadiyya Muslim Jamaat sowie kommunale VertreterInnen das Projekt und sind mit Ständen auf dem Marktplatz vertreten. Live-Musik und Snacks runden den Tag am Marktplatz ab. „Die gesamte Veranstaltung ist überparteilich“, unterstreicht Karin Klein. „Wir haben keine parteipolitische Botschaft – außer, dass wir für die Demokratie einstehen und sie stärken wollen. Deswegen gibt es an diesem Tag weder Parteiwerbung noch -kritik. Wir bleiben völlig neutral; jede und jeder hat an diesem Tag die Möglichkeit, sich zu informieren und über seine politischen Positionen mit anderen ins Gespräch zu kommen und einander zuzuhören.“
Zeichen gegen zunehmende Spaltung setzen
Denn auch das möchte der Tag erreichen: Miteinander reden statt sich immer weiter voneinander zu entfernen – auch wenn man die politischen Positionen des anderen nicht teilt. „Wir hoffen, dass die Wahltour ein Zeichen gegen die zunehmende Spaltung der Gesellschaft setzt“, fasst Kai Zander zusammen.
Neben Westerburg ist die Wahltour vom 24. Februar bis zum 21. März an sieben weiteren Orten in Rheinland-Pfalz zu Gast. Für Landtagspräsident Hendrik Hering ist der Landtag das Herz der parlamentarischen Demokratie: „Hier werden Gesetze beschlossen, die Interessen der Menschen vertreten und politische Verantwortung übernommen“, sagt er. Gleichzeitig ist die Demokratie für ihn mehr als ein politisches System: „Sie ist eine Lebensform, die im Alltag beginnt. Wahlen verbinden die Arbeit des Landtags mit der Stimme der Bürgerinnen und Bürger. Mit dem Format schaffen wir deshalb ein offenes Gesprächsangebot und bieten Interessierten einen Raum für den persönlichen Austausch. Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit, sondern lebt vom Dialog und vom Mitmachen jeder und jedes Einzelnen.“ (bon)
Weitere Informationen zur „Wahltour“ sowie alle Termine und Stationen finden Sie unter https://landtag-rlp.de/Wahltour-RLP-2026