Im Mittelpunkt standen die vier reformatorischen Grundgedanken Martin Luthers, die sogenannten vier Soli: Allein die Schrift, allein aus Gnade, allein durch Glauben und allein Christus. In seiner Predigt erläuterte Pfarrer Rüdiger Stein, was sich hinter diesen vier Grundgedanken verbirgt und welche Bedeutung sie bis heute haben. „Allein die Schrift“ bedeutet, dass die Bibel Grundlage des christlichen Glaubens ist. „Allein aus Gnade“ macht deutlich, dass Gottes Liebe und Zuwendung nicht verdient werden müssen. „Allein durch Glauben“ beschreibt das Vertrauen auf Gott als Weg zu einem Leben mit ihm. Und „Allein Christus“ stellt Jesus Christus als Mittelpunkt des Glaubens heraus. Stein verdeutlichte, dass diese vier Gedanken wie Quellen sind, aus denen Menschen Kraft für ihr Leben schöpfen können: Gottes Wort gibt Orientierung, seine Gnade eröffnet neue Anfänge, der Glaube schenkt Vertrauen und in Jesus Christus begegnet den Menschen Gottes Liebe. Martin Luther wolle mit der Reformation nicht sich selbst in den Mittelpunkt stellen, sondern den Blick auf Gott lenken. Darin liege bis heute eine befreiende Botschaft: Menschen müssten ihren Wert nicht durch Leistung beweisen und ihr Leben nicht allein bewältigen. Sie dürften aus Gottes Liebe und Gnade leben. Im Anschluss waren die Gottesdienstbesucher im Evangelischen Gemeindehaus zu Luther-Bier und einer geselligen Brotzeit eingeladen.
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