Second-Hand-Handel auf dem Rathausplatz

veröffentlicht 24.09.2026 von shg, Ev. Dekanat Westerwald

Kleidung, Schmuck, Deko und Kinderspielzeug wechselten auf dem Westerburger Rathausplatz die Besitzerin. Beim sechsten herbstlichen Mädchen- und Frauenflohmarkt in Folge luden 20 Stände zum Stöbern ein

Wer eine Pause brauchte, konnte sich im benachbarten Dekanatsgebäude bei Kaffee, 15 selbstgebackenem Kuchen oder Waffeln stärken und mit anderen ins Gespräch kommen. Auf dem Flohmarkt selbst reichte das Angebot von Second-Hand-Kleidung und Accessoires über Schmuck und Dekoartikel bis hin zu Kinderspielzeug, Haushaltsgegenständen und selbstgemachten Trockenblumen.
Organisiert wurde der Nachmittag vom Frauenzentrum Beginenhof des Vereins Frauen gegen Gewalt e.V. in Kooperation mit dem Evangelischen Dekanat Westerwald. Für die Organisatorinnen steht dabei nicht allein der Verkauf im Mittelpunkt. „Der Sinn des Flohmarkts ist eigentlich, dass Frauen und Mädchen einen Raum erhalten, den sie gemeinsam gestalten und erleben können. Wir möchten Frauen und Mädchen im öffentlichen Raum sichtbar machen“, sagt Alexandra Siebel vom Verein Frauen gegen Gewalt. Für die eigenen Stände wurden keine Gebühren erhoben. „Der Flohmarkt soll unkompliziert und für alle zugänglich sein“, so Siebel. 

Der Verein Frauen gegen Gewalt e.V. unterstützt Frauen, Mädchen und Kinder in unterschiedlichen Lebens- und Krisensituationen. Die Angebote reichen von der Beratung bei sexualisierter und häuslicher Gewalt über Prävention und psychosoziale Prozessbegleitung bis zur Unterstützung von Kindern, die Gewalt im familiären Umfeld miterleben. Ergänzt wird die Fachberatung durch Bildungs-, Begegnungs- und weitere Unterstützungsangebote.
Ende des Jahres steht für den Verein außerdem ein Umzug an: Frauen gegen Gewalt e.V. wird die Räume in der Neustraße verlassen und in die Jahnstraße umziehen. Dort sollen künftig mehr Platz und damit auch neue Möglichkeiten für Beratungsangebote zur Verfügung stehen, die bislang nicht umgesetzt werden konnten.