Sein Weg führte ihn über Jungschar, Kinderkirche und Jugendangebote in erste Aufgaben in seiner Kirchengemeinde. „Das fing mit einer Schriftlesung an Weihnachten und einer Mini-Predigt an, daraufhin haben mich Gemeindemitglieder motiviert mich noch stärker zu engagieren“, sagt der Vikar. Nach dem Abitur studierte er Evangelische Theologie, Islamwissenschaft und Geschichte in Tübingen und promovierte zu einem religionswissenschaftlichen Thema in Berlin. Nebenher engagierte er sich in der Flüchtlingshilfe als Sprachlehrer.
Als Vikar in Westerburg, Gemünden, Willmenrod und Wallmerod
Seit dem Frühjahr ist der Theologe in der Kirchengemeinde Wäller Land in der praktischen Ausbildung zum Evangelischen Pfarrer. Parallel wird er im Theologischen Seminar in Herborn in Religionspädagogik, Kirchenrecht und -theorie und Seelsorge geschult und fungiert als Lehrer für Religion an einer Grundschule. Besonderes Interesse hat Tristan Quaschinski an alten Sprachen, an Kirchengeschichte, am interreligiösen Dialog mit dem Islam und an der Ökumene. Die Leitungskultur der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), die im Vergleich mit anderen Landeskirchen eine liberale und moderne Auslegung des Christentums vertritt, lockte Quaschinski aus der württembergischen Landeskirche in die EKHN. Im Westerwald in der Kirchengemeinde Wäller Land fühlte sich der neue Vikar sofort angekommen. „Ich bin selbst überrascht, dass ich so ein Glück hatte. Ich habe mit meinem Lehrpfarrer Maic Zimmermann und den Kollegen hier die richtige Wahl getroffen.“ Für seine Tätigkeit im Wäller Land hat er schon einige Ideen: „Ich finde neue Gottesdienstformen an ungewöhnlichen Orten spannend. Und sehr gerne möchte ich im Bereich Ökumene und interreligiöser Dialog Kooperationspartner finden.“ Ab den Sommerferien wird Tristan Quaschinski laut Ausbildungsplan mehr Aufgaben in der Kirchengemeinde übernehmen können.