Musik zur Sterbestunde

veröffentlicht 07.04.2026, Ev. Dekanat Westerwald

Polyphone Musik für Chor und Orchester aus drei Stilepochen in der traditionellen Musik zur Sterbestunde unter der Leitung von Dekanatskantor Jens Schawaller: Das war das musikalische Konzept des diesjährigen Karfreitagskonzertes in der vollbesetzten Musikkirche, die 2026 auf ihre Gründung vor vollendeten fünf Jahren zurückblickt.

Die Evangelische Kantorei Ransbach-Baumbach – Hilgert, die Cappella Taboris und das Orchester der Musikkirche führten stilsicher und emotional ergreifend mit Kompositionen von der Renaissance über den Früh- und Hochbarock bis hin zum Galanten Stil konzertante Motetten und Kammermusiken von Leonhard Lechner, Melchior Frank, Johann Michael Bach, Johann Christoph Bach, Johann Sebastian Bach, Georg Philipp Telemann und Johann Christoph Friedrich Bach auf. 

Damit kommentierten die Musikerinnen und Musiker im Zusammenwirken mit Pfarrer Carsten Schmitt, der den Nachmittag liturgisch begleitete, das Karfreitagsgeschehen sehr eindrücklich. Dabei erklangen die beteiligten Ensembles in ihrer Bandbreite vom leisesten piano bis zum kräftigsten forte bei lupenreiner Intonation in historisch informierter Musizierart. Im Orchester wirkten Kim Cimander (Violine I), Svenja Dinges (Violine II), Dr. Dirk Schawaller (Viola da braccia), Floris Kurth (Violoncello), Gudula Marxsen (Kontrabass) und Susanne Schawaller (Truhenorgel), die als homogener Klangkörper die Sängerinnen und Sänger gleichsam sensibel wie differenziert begleiteten und als eigenständiges Ensemble zur klanglichen Höchstform aufliefen. 

Als Ensemblemitglieder der Cappella Taboris boten außerdem Monika Schlößer (Flauto dolce), Susanne Schawaller (Spinett) und Dekanatskantor Jens Schawaller (Kontrabass) mit viel Einfühlvermögen und dialogischer Qualität barocke Musik vom Feinsten dar. Die karfreitägliche Kreuzinszenierung und das Konzept für die Beamerprojektion an der Stirnwand des Chorraums während des Konzertes erarbeiteten Carl Gneist und Bernd Koschmieder in enger Zusammenarbeit miteinander. Die zahlreichen Besucherinnen und Besucher bedankten sich mit einem langanhaltenden Applaus bei allen Aktiven der Musik zur Sterbestunde in der Musikkirche.