Musik und Poesie widmet sich der „Sache mit Gott“

veröffentlicht 27.04.2026 von bon, Ev. Dekanat Westerwald

Die „Sache mit dem lieben Gott“ ist so eine Sache. Eine, für die Worte nicht reichen. Deshalb hat die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Westerwald Süd zu einem musikalisch-poetischen Abendgottesdienst eingeladen.

In der Evangelischen Kirche Höhr-Grenzhausen gingen Pfarrerin Monika Christ und die Musiker Max Fischer und Charles Herrig auf Spurensuche nach Antworten. Darauf, wie Gott ist. Oder sein kann.

Die vielen Gäste erlebten in der Kirche einen fließenden Wechsel zwischen Musik und Worten, irgendwo zwischen Predigt und Poesie, umhüllt von flirrenden Klangkaskaden. Wenn Monika Christ an Gott denkt, fallen ihr die warmen Hände und die ebenso warme Stimme ihrer Oma ein. Warme Hände, die beim Schaukeln anschubsen; eine mutige Stimme, die singt. Aber Gott kann auch verloren gehen im Alltag, erzählt sie. Und uns Menschen ratlos hinterlassen. 

Zwischendurch greifen Sänger und Gitarrist Max Fischer und Charles Herrig am Klavier und der Querflöte die Worte auf und übersetzen sie in Musik. In Lieder, die von der wundervollen Welt oder von Gottes Heiligkeit singen. Am Ende spielt und sprechen sie als Trio über die „Sache mit dem lieben Gott“; die Pfarrerin und die Musiker: „Das Lieben lässt uns glauben, dass nicht ein großer Kummer der Welt zugrunde liegt. Oder ein irrer Zufall. Sondern dass eine übermütige, frohe Heiterkeit in allem ist. Eine untödliche Lebensfreude. Das bist du, Gott“, spricht Monika Christ über die Akkorde des Songs von Max Fischer.

Nach dem Schlusssegen geht die „frohe Heiterkeit“ weiter: Die Gäste verbringen noch einige Zeit bei einem Glas Wein im Freien vor der Kirche; lachen, unterhalten sich und genießen den warmen, sonnigen Abend. (bon)