Evangelische Verwaltungsangestellte tauschen sich aus

veröffentlicht 11.03.2026, Ev. Dekanat Westerwald

Mehr als zwanzig Verwaltungsangestellte aus den evangelischen Kirchengemeinden des Dekanats Westerwald sowie aus dem Dekanatsbüro haben sich im Karl-Herbert-Haus in Westerburg zu ihrem halbjährlichen Austausch getroffen.

Das Evangelische Dekanat lädt zweimal im Jahr zu diesen Treffen ein, um über aktuelle Entwicklungen zu informieren, Fragen aus der Praxis zu besprechen und den Erfahrungsaustausch unter den Mitarbeitenden in den Gemeindebüros zu stärken. Dekan Dr. Axel Wengenroth eröffnete das Treffen mit einer Andacht zu einem Lied von Paul Gerhardt und stellte dabei die Bedeutung von Vertrauen und Zuversicht in Zeiten von Veränderungen in den Mittelpunkt. 

Ein Schwerpunkt des Treffens lag auf den strukturellen Veränderungen innerhalb der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau im Rahmen des Reformprozesses EKHN2030. Die Entwicklungen betreffen die Arbeit in den Gemeindebüros unmittelbar. Zum 1. Januar 2026 sind mehrere Zusammenschlüsse von Kirchengemeinden in Kraft getreten, weitere Fusionen sind zum 1. Januar 2027 geplant.

Projektfachberaterin zu Gast

Als Referentin war Annerose Petry, Projektfachberaterin für die Zusammenlegung von Verwaltungen in der Kirchenverwaltung der EKHN, zu Gast. Sie informierte über die organisatorischen Veränderungen, die sich aus den neuen kirchlichen Strukturen ergeben, und stand den Teilnehmenden für Fragen zur Verfügung. Zudem stellte sie Unterstützungsangebote vor, die die Gemeinden bei den laufenden Prozessen begleiten sollen.
Mit den Zusammenschlüssen der Kirchengemeinden gehen auch Veränderungen in der Verwaltungsorganisation einher. In einigen Regionen bestehen bereits gemeinsame Gemeindebüros, in denen mehrere Kirchengemeinden ihre Verwaltungsaufgaben bündeln. In anderen Nachbarschaftsräumen werden solche Zusammenlegungen derzeit vorbereitet oder geplant. Damit verbunden ist teilweise auch ein Wechsel der Arbeitsorte, etwa wenn Büros an neuen Standorten eingerichtet oder bisher getrennte Verwaltungsstellen in einem gemeinsamen Büro zusammengeführt werden.
Mit der Arbeit in gemeinsamen Gemeindebüros verändern sich auch Abläufe und Zuständigkeiten. Zwar unterscheiden sich Umfang und konkrete Ausgestaltung je nach Struktur der beteiligten Kirchengemeinden, doch Anpassungen der bisherigen Arbeitsweisen werden in vielen Bereichen notwendig sein, erklärte Petry. 

Ein weiterer Schwerpunkt des Treffens war die zunehmende Digitalisierung in der kirchlichen Verwaltung. Die Teilnehmenden wurden über aktuelle Entwicklungen informiert und tauschten sich über neue digitale Arbeitsprozesse aus, die künftig stärker in der Zusammenarbeit genutzt werden sollen. Neben den fachlichen Themen nutzten die Verwaltungsangestellten das Treffen auch für den kollegialen Austausch und kamen miteinander ins Gespräch.