Evangelische Jugend im Westerwald hat neue Spitze und frische Ideen

veröffentlicht 25.06.2026 von bon, Ev. Dekanat Westerwald

Lennard Weidner aus Montabaur ist der neue Vorsitzende der Evangelischen Jugendvertretung im Dekanat Westerwald (EJVD). In Dreifelden hat ihn der EJVD-Vorstand einstimmig gewählt;

Seine Vertretung übernimmt künftig Svenja Krahl. Der 17-jährige Lennard Weidner folgt damit auf die bisherige Kommissarische Vorsitzende Saskia Krahl.

Die EJVD ist ein Gremium, in das sich ehrenamtliche MitarbeiterInnen aus allen Bereichen der Jugendarbeit wählen lassen können. Im Westerwald gehört dem EJVD-Vorstand neben Lennard Weidner sowie Svenja und Saskia Krahl (beide 22) aus Rennerod noch die 20-jährige Janina Kalinna aus Giroth an. Unterstützt wird das Team von den Dekanatsjugendreferenten Emil Huck und Hieu Duong. 

Wassermelone und viele Ideen

Zur Wahl ihres neuen Vorsitzenden hat sich der Vorstand an der Evangelischen Freizeitstätte Dreifelden getroffen. Es ist ein warmer Sommerabend, passend dazu gibt‘s eine riesige Wassermelone – und viel zu erzählen über die Pläne der evangelischen Jugend. Denn alle, die heute Abend hier sind, haben sich bewusst für das Gremium entschieden und wollen die Jugendarbeit im Westerwald voranbringen. „Uns alle verbindet der Wunsch, etwas zu bewegen“, sagt Saskia Krahl. Etwas bewegen – nicht nur in der echten, sondern auch in der virtuellen Welt. „Das digitale Vernetzen und Präsentieren wird immer wichtiger, auch in der Jugendarbeit“, sagt der neue Vorsitzende Lennard Weidner. „Aber das Herz ist und bleibt die Gemeinschaft. Die wollen wir pflegen und immer mehr ermöglichen.“ 

Denn im Grunde läuft alles darauf hinaus: aufs gemeinsame Erleben. Auch in spiritueller Hinsicht. „Falls ich Glaube mit einem Wort zusammenfassen müsste, wäre das: Gemeinschaft“, sagt Svenja Krahl. Die Gemeinschaft hilft, den Glauben frisch und weit zu halten, finden die Jugendlichen. „Glauben gemeinsam zu erfahren hat eine besondere Kraft. Und es ist wichtig, nicht nur eine Facette des Glaubens kennen zu lernen, sondern ganz viele. Sonst kann’s schnell zu eng werden“, findet Lennard Weidner.

Intensive Zeiten

Die besondere Kraft haben die Jugendlichen erlebt. Auch auf den Freizeiten, die sie entweder als Teilnehmende oder TeamerIn begleitet haben. „Diese Zeiten waren für uns alle sehr intensiv“, erinnert sich Janina Kalinna. „Man wird dadurch ein Bisschen erwachsener. Das beginnt damit, dass man alleine sein Bett bezieht und endet noch lange nicht damit, dass man als TeamerIn Mitverantwortung für eine ganze Gruppe mitübernimmt. Daran wächst man über sich hinaus“, glaubt die 20-Jährige. 

Und das tut gut, findet Saskia Krahl: „Auch wenn’s auf Freizeiten manchmal chaotisch ist: Wir sind dort in eine Gemeinschaft eingebunden, die einen nicht im Stich lässt. Und am Ende dieser Touren sind wir zwar hundemüde, aber alle heulen, weil die Zeit vorbei ist und so schön war.“ Auch Lennard kennt diesen besonderen Zusammenhalt, dieses gewisse Etwas auf Freizeiten, bei denen er mitgearbeitet hat: „Ich denke an eine, in der plötzlich alle krank wurden. Aber wir haben laufend Lösungen gefunden; das Team war einfach Bombe! So anstrengend es auch war: Ich wusste genau: Hier liegt Segen drauf! Hier bin ich richtig!“

Jugendliche vernetzen

Gemeinschaft und Glauben. Für den EJVD-Vorstand ist beides eben untrennbar miteinander verbunden. „Die Kirchengemeinden im Westerwald sind zu Nachbarschaftsräumen und Gesamtkirchengemeinden zusammengewachsen. Wir wollen auch die Jugend mehr und mehr zusammenbringen und vernetzen“, sagt Lennard Weidner. „Eine gute Möglichkeit sind zum Beispiel Events wie unser Partysegen, für den wir demnächst im ganzen Dekanat einladen wollen. Außerdem wollen wir künftig stärker für den Jugendkirchentag der EKHN werben und einen überregionalen Jugendtreff aufbauen.“ Ideen und Pläne hat die neue Spitze der EJVD also einige. Und die Sitzung in Dreifelden bei Wassermelone und Abendsonne hat gezeigt, dass sie bei dem motivierten Gremium in guten Händen sind. (bon)