Connecting Cultures: Konzert in Hachenburg

veröffentlicht 29.05.2026 von shg, Ev. Dekanat Westerwald

Der Arbeitskreis Integration und Asyl Hachenburg feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen und lädt zum Jubiläum zu einem kostenfreien Konzert in die Hachenburger Stadthalle ein. Am Samstag, den 13. Juni um 17 Uhr gastieren der international bekannte Pianist und Sänger Aeham Ahmad sowie der Cellist Cornelius Hummel in der Löwenstadt.

Aeham Ahmad, bekannt als „der Pianist aus den Trümmern“, war bereits im vergangenen Jahr auf Einladung des Arbeitskreises in Hachenburg zu Gast und begeisterte zahlreiche Zuhörer. In diesem Jahr präsentiert er gemeinsam mit dem Cellisten Cornelius Hummel das Programm „Connecting Cultures“. Die musikalische Zusammenarbeit der beiden Künstler lebt von ihren unterschiedlichen Wurzeln. 

Aeham Ahmad ist Pianist, Komponist und Autor. Aufgewachsen ist er im palästinensischen Flüchtlingslager Yarmouk in Damaskus, erhielt eine klassische musikalische Ausbildung und studierte an der Baath-Universität in Homs. Als das belagerte Yarmouk ab 2013 zunehmend in den Strudel des syrischen Bürgerkriegs geriet, spielte Aeham Ahmad mitten auf den Straßen des Lagers Klavier. Sein Instrument transportierte er auf einem Anhänger durch die Ruinen, seine Musik wurde zum Symbol des Widerstands. Videos seiner Auftritte verbreiteten sich über soziale Netzwerke und berührten Menschen weltweit. Heute gibt Aeham Ahmad Konzerte in ganz Europa. 

Cornelius Hummel, in einer Musikerfamilie aufgewachsen, ist klassisch ausgebildeter Cellist und war über zwei Jahrzehnte Mitglied im Orchester des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden. Neben seiner Orchestertätigkeit widmete er sich intensiv der zeitgenössischen Musik und entdeckte zunehmend seine Leidenschaft für Improvisation und freies Spiel. 

Aus diesen verschiedenen Einflüssen entstand eine gemeinsame musikalische Sprache der beiden Künstler. In ihrem Zusammenspiel verbinden sich kulturelle Eigenheiten, die Künstler hören aufeinander und schaffen in diesem Moment etwas Neues. Dieses musikalische Miteinander stehe sinnbildlich für das, was Integration leisten kann, nämlich Begegnung, Austausch und das Entstehen von etwas Bereicherndem, so die Organisatoren. „Es geht darum, Menschen in unserer Gesellschaft zusammenzubringen, die Schönheit und Vielfalt des Lebens und der Emotionen spürbar zu machen und sich Ausgrenzung, Hass und Abschottung entgegenzustellen“, sagt Martin Fries, Leiter des Arbeitskreises Integration und Asyl Hachenburg. 

Der Arbeitskreis engagiert sich seit 25 Jahren für Migrantinnen und Migranten sowie Asylsuchende mit Sprachkursen, Hilfe bei Behördengängen und vielem mehr. Er ist eine Zusammenarbeit der evangelischen und Katholischen Kirchengemeinden in Hachenburg in Kooperation mit der Verbandsgemeinde Hachenburg. Der Eintritt für das Konzert ist frei, Spenden sind willkommen.