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Rollentausch – Gedanken zur Karnevalszeit

Fast seit es Menschen gibt, feiern sie Feste, bei denen sie die Rollen tauschen oder in fremde Rollen schlüpfen: Karneval, Fastnacht, Fasching. Schon in Deutschland gibt es viele Namen dafür und hier bei uns liegt einer der Ursprünge von Karneval in der Kritik an der Obrigkeit. An Karneval gilt: Die Oberen müssen sich durch die Überzeichnung der Närrinnen und Narren manchen Spott gefallen lassen. Im besten Fall machen sie den Spaß mit.

In „der Bütt“ darf – und soll! – Tacheles geredet werden und dürfen Entscheidungen der Politik in Frage gestellt, manchmal sogar aus den Angeln gehoben werden. Das Volk der Narren, in dem alle gleich sind nimmt sich das Recht, selbst zu regieren und Opposition zu beziehen. Gleichzeitig sind sie solidarisch mit denen, denen übel mitgespielt wird, die irgendwie am Rand sind und trauen sich, schlicht zu singen: „Es wird schon widder gut.“

An Dienstag vor Karneval stellen sich die Höhr-Grenzhäuser Närrinnen und Narren gemeinsam vor Gott und feiern einen ökumenischen Gottesdienst. In aller Ernsthaftigkeit und mit allem Humor. Wir beten für die Welt, in der wir leben, die uns Sorgen und Freude macht. Bitten für alle, die uns am Herzen liegen. Der Gottesdienst „erdet“ einerseits und erinnert daran, dass der Karneval nicht eitel rechthaberisch oder von verletzender Schadenfreude ist. Andererseits wagt der Gottesdienst den Blick zum Himmel, sucht Gott selbst, seinen Rat und seine Freude.

Pfarrerin Monika Christ, Höhr-Grenzhausen

 

 

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